Warum wir lernen sollten, besser zu atmen.

Die Atmung ist ein unterschätzter Aspekt unseres täglichen Lebens. Während sie in der Gesellschaft oft ein wenig mystifiziert wird, im Bereich der Meditation oder beim Yoga auch einen spirituellen Faktor ausmacht, ist es wichtig zu verstehen, dass die Atmung in erster Linie eine biomechanische Funktion ist – eine Bewegung, die etwa 23.000 bis 28.000 Mal am Tag stattfindet und damit eine der wichtigsten Bewegungen unseres Körpers ist.

Die Atmung beeinflusst nahezu alles in unserem Körper – von unserer Körperhaltung bis zur Psyche und der Biochemie. Dennoch neigen die meisten Menschen dazu, die Bedeutung der Atmung im Alltag zu übersehen, da sie durch unser autonomes Nervensystem unbewusst gesteuert wird. Also einfach: Wir müssen uns keine Gedanken darüber machen, ob wir atmen, das passiert sowieso. “Wie” wir atmen, kann jedoch von entscheidender Bedeutung für unsere Gesundheit sein und darauf können wir ganz bewusst Einfluss nehmen.

Hier sind die größten vier Hebel für die Atmung:

Patterns (Atemmuster):
Wie wir atmen, beeinflusst, wie wir uns bewegen. Einschränkungen in der Schulter beispielsweise können durch gezieltes Training mit der Atmung ausgeglichen werden. Das wichtigste Stichwort hier ist Rippenbewegung und Expansion im Oberkörper. Neben den Rippen, die sich spürbar bewegen, gibt es kleinste Bewegungen beim Atmen, die von außen betrachtet nicht sichtbar sind, aber bei jedem Atemzug geschehen. Da schlummert das verborgene Potential.

Posture (Haltung) :
Die Atmung beeinflusst unsere Körperhaltung. Hauptsächlich den Brustkorb, die Wirbelsäule und das Becken. Alles, was damit verbunden ist, bewegt sich bei jedem Atemzug minimal mit. So können wir besonders effizient Atmen. Damit sind wir ständig in Bewegung und unsere Körperhaltung ist damit etwas dynamisches. Zumindest sollte das in der Theorie so sein, leider geht viel Bewegung in der Praxis verloren und Beschwerden von Nackenschmerzen über ISG – Probleme nehmen ihren Lauf.

Performance (Leistung):
Die Art und Weise, wie wir atmen, beeinflusst unsere Leistungsfähigkeit, sei es im Sport oder im Alltag. Eine effiziente Atmung trägt dazu bei, die Energieversorgung unserer Zellen zu optimieren und somit unsere Leistungsfähigkeit zu steigern. Beispielsweise kannst Du beim Joggen mit etwas Übung Deinen Puls verlangsamen, länger Laufen und Seitenstiche vermeiden, indem Du nur durch die Nase atmest.

Pain (Wohlbefinden):
Eine bewusste Atmung kann dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Schmerz passiert im Gehirn und die Atmung nimmt Einfluss auf die biochemischen Prozesse, die diesen begünstigen. Betrachtet man die vorangegangenen P’s, ist der Übertrag zum Thema Schmerz logisch gegeben: Können wir uns nicht gut bewegen, weil unsere Bewegungsoptionen eingeschränkt sind, weil unser Skelett in ineffizienten Positionen hängt, verspüren wir Schmerzen. Ein gutes Atemmuster zu etablieren kann also tatsächlich dabei helfen, den Schmerz weg zu atmen.

Wenn Du wissen willst, mit welchen Übungen Du:
• Deine Körperhaltung verbessern kannst
• Besser entspannen kannst
• Fokussierter wirst
• Schmerzen los wirst

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